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Nachhaltiges Flächenmanagement im Grünen Ring Leipzig

56 Nachhaltiges Flächenmanagement Ein Erfahrungsbericht Ausblick Nachhaltigkeitsstrategie des Bundes und die Leitvorstellun- gen einer nachhaltigen Raumentwicklung des Freistaates Sachsen zur Reduzierung der täglichen Flächeninanspruch- nahme und zur Umsetzung des Bundesbodenschutzrechts realisiert werden können. Neben diesen umweltfachlichen Zielen hat das interkom- munale Flächenmanagement maßgeblichen Anteil an der Erhöhung der Lebensqualität in den beteiligten Städten und Gemeinden. Brachflächen bilden somit auch ein Potenzial für die Stadtentwicklung. Insbesondere im Hinblick auf die Versorgung mit wohnortnahem Grün bergen Brachflächen die Chance, das Netz der Freiräume kontinuierlich weiterzu- entwickeln und kommunenübergreifend enger zu knüpfen. Die Ansiedlung von Industrie und Gewerbe bringt neben vielen positiven Aspekten für eine Region, wie z. B. die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen und Steuerein- nahmen, oft gleichzeitig eine Belastung für die unmittelbaren Nachbarn. Deshalb werden – für den Bürger erlebbare – Begrünungsmaßnahmen, wie z. B. die Anlage von kleinen Parks, besonders in die unmittelbare Nähe von Industrie- und Gewerbegebieten auf brachliegende Flurstücke gelenkt. Weiterhin gemeinsames Engagement für die Region Das Thema Klimaschutz ist eines der Themen unserer und der kommenden Generationen. Diesem Thema trägt auch das interkommunale Flächenmanagement Rechnung. Die Ergebnisse der Vulnerabilitätsanalyse zum Klimawandel in der Modellregion Westsachsen fordern die Neuschaffung klimaökologischer Komfortinseln, Wald- und Gehölz- entwicklung sowie eine verbesserte Verbindung zwischen Auf 55 Seiten wurde das interkommunale Flächenmanage- ment des GRL ausführlich beschrieben. Ideen, Ansätze, Pro- bleme, Erfahrungen und Erfolge wurden dargestellt. Ist das alles? Sind die Kommunen des GRL am Ziel? Keineswegs! Das Handeln im GRL baut in den nächsten Jahren auf allem Gelernten auf. Die Aufgaben des nachhaltigen Flächenma- nagements wandeln und erweitern sich. Es hat zunehmend mehrere Funktionen zu übernehmen. Nachfolgend einige Beispiele zur Erläuterung: Zunehmende Anforderungen an das Flächenmanagement Nachhaltiges Flächenmanagement will den größten fachli- chen Nutzen für verschiedene Anforderungen an den GRL erbringen. Im interkommunalen Kompensationsflächenma- nagement geht es somit nicht nur darum, einen natur- schutzfachlichen Eingriff 100-prozentig zu kompensieren. Vielmehr sollen auch multifunktionale, naturschutzfachlich hochwertige Maßnahmen mit Synergiewirkungen entwi- ckelt und verwirklicht werden, die sich auf weitere umwelt- fachliche Ziele wie die Biotopvernetzung, die Entwicklung des europaweiten Schutzgebietsnetzes »Natura2000« und die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie auswirken. Und dies bei gleichzeitiger Minimierung der Inanspruch- nahme landwirtschaftlicher Nutzflächen. Um einem Nutzungs- und Flächenverlust hochwertiger Ackerböden entgegenzuwirken, wird der Fokus z. B. zunehmend auf die Umsetzung von produktionsintegrierten Kompensations- maßnahmen gelegt. Die verstärkte Revitalisierung von Brachflächen im Umgriff des GRL wird auch in Zukunft dazu beitragen, dass die Bau der Gewässerverbindung Karl-Heine-Kanal – Lindenauer Hafen: Entlang des Ostufers wird demnächst ein neues Stadtquartier mit unterschiedlichen Wohn- und Gewerbeformen entstehen.

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