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Nachhaltiges Flächenmanagement im Grünen Ring Leipzig

>> Elke Werner, Referentin für Eingriffsregelung im Sächsischen Staatsministe- rium für Umwelt und Landwirt- schaft (SMUL) „Es ist fachpolitisches Anliegen des SMUL, dass Kompensationsmaßnahmen für Ein- griffe in Natur und Landschaft dort realisiert werden, wo der fachliche Nutzen optimal gegeben ist. Die in Sachsen geltende wei- te Suchraumkulisse für Ersatzmaßnahmen bietet hier die Möglichkeit, multifunktiona- le, naturschutzfachlich hochwertige Maß- nahmen mit Synergiewirkungen auf andere umweltfachliche Zielsetzungen (Biotopver- bund, Entwicklung Natura 2000, Umsetzung WRRL usw.) bei gleichzeitiger Minimierung der Inanspruchnahme landwirtschaftlicher Nutzflächen anzuwenden. Dem dienen auch Regelungen zur vorrangigen Nutzung von Entsiegelungsmaßnahmen und Ökokonto- Maßnahmen zur Eingriffskompensation. Deshalb wird begrüßt und unterstützt, dass der GRL auf der Ebene der kommunalen Bauleitplanung in interkommunaler Zusam- menarbeit vergleichbare Ansätze verfolgt. Insbesondere im Hinblick auf die Renatu- rierung von Brachflächen zur Eingriffskom- pensation halten wir für die Zukunft die stär- kere Kooperation der kommunalen und der staatlichen Ebene für zielführend, da häufig staatliche Infrastrukturvorhaben größeren Kompensationsbedarf haben und hier eine Nutzung der Brachflächenpotentiale bei- spielsweise des GRL zu einer Verringerung der Inanspruchnahme landwirtschaftlicher Nutzflächen führen kann.“ >> Angelika Freifrau von Fritsch, Leiterin des Amtes für Umwelt- schutz der Stadt Leipzig „Es wäre schön, wenn wir im Jahr 2030 im Stadtgebiet von Leipzig Boden nur noch neu versiegeln, wenn dafür eine Entsieglung im Verhältnis von 1:1 erfolgt. Boden ist eben kein unerschöpfliches Gut, u. a. deshalb steigen ja auch die Baulandpreise. Im Jahr 2030 sollten dann im Preis für neues Baurecht, für neue Versiegelung, grundsätzlich auch immer die Kosten für Entsiegelung mit inbegriffen sein. Dem Brach- und Kompensationsflächenma- nagement des GRL käme diesbezüglich dann eine zentrale Rolle zwischen Bauherren, ge- setzlichen Anforderungen und politischem Willen zu. Die wirksame Kontrolle aller um- gesetzten Maßnahmen wäre ein wesentlicher Bestandteil der Managementleistung.“ >> Angela Zábojník, Leiterin der Abteilung Wasser- wirtschaft/Flächenmanagement des Amtes für Stadtgrün und Gewässer der Stadt Leipzig „Ihre Attraktivität wird unsere Region nur dann dauerhaft bewahren können, wenn sich alle regionalen Akteure für sie engagieren. Deshalb wünsche ich mir, dass das Verständ- nis für einen nachhaltigen Umgang mit Flä- chen weiterhin wächst und Neuansiedlungen intelligent geplant werden. Ich bin von unse- rem Ansatz überzeugt, wir sind gut gerüstet und kommen kontinuierlich voran.“

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