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Nachhaltiges Flächenmanagement im Grünen Ring Leipzig

50 Nachhaltiges Flächenmanagement Ein Erfahrungsbericht Verband Region Rhein-Neckar: Regionalplaner und Impulsgeber für drei Länder Die Metropolregion Rhein-Neckar gilt als eine attraktive und leistungsstarke Wirtschaftsregion. Der per Staatsvertrag zwischen den Ländern Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz gegründete Verband Region Rhein-Neckar (VRRN) hat den Auftrag, einen für alle einheitlichen Re- gionalplan aufzustellen. Zusätzlich übernimmt der VRRN zahlreiche weitere Aufgaben der Regionalentwicklung und des Regionalmanagements. Mit dem Ziel, den Ballungsraum nachhaltig wettbewerbsfähig zu halten, ist auch hier die Not- wendigkeit eines innovativen Flächenmanagements verbun- den. Im einheitlichen Regionalplan ist deshalb verbindlich festgelegt, der Innenentwicklung Vorrang vor der Außenent- wicklung einzuräumen. Zudem soll die Neuinanspruchnah- me von Flächen für Siedlungszwecke so gering wie möglich gehalten werden und sich am konkreten Bedarf orientieren. Der VRRN ist in vielfältiger Weise aktiv und versteht sich als Partner und Impulsgeber für viele regionale Projekte. Erhebungsprojekt enthüllt 1370 Flächenpotenziale Im Rahmen des Projekts »Raum+ Rhein Neckar« wurden zwischen 2006 und 2008 systematisch die Innenentwick- lungspotenziale der Kommunen in der Region erhoben. Dazu zählten Liegenschaften einer Stadt oder Gemeinde, die unzureichend oder nicht mehr baulich genutzt wurden, etwa Landwirtschaftsflächen, verlassene Fabrikgelände oder Brachen im Ortskern, für die eine Bebauung sinn- voll erschien. Das Ergebnis war eine Datenbank mit einer flächendeckenden regionsweiten Potenzialübersicht als aussagekräftiges Instrument für nachhaltige Entscheidungen im Flächenmanagement. Die Datenbank umfasste nach der Erhebung 1370 Flächen- potenziale mit einer Gesamtgröße von ca. 1800 Hektar. Davon waren 450 Hektar frei von jeglichen Mobilisierungs- hemmnissen. Für den Rest wurde ein mehr oder minder hoher Aufwand zur Vermarktung und baulichen Entwick- lung geschätzt. Da sich die kommunalen Ressourcen zur Entwicklung dieser Flächen stark unterschieden, war eine Hilfestellung seitens des VRRN erforderlich. Aus diesem Grund setzte sich der Verband das Ziel, ein aufbauendes Projekt ins Leben zu rufen, in dem modellhaft aufgezeigt werden sollte, wie sich die Potenziale auch unter schwieri- gen Rahmenbedingungen aktivieren lassen. So entstand das Nachfolgeprojekt »Raum+ AKTIV – Aktivierung innerört- licher Potenziale«. Verband bietet umfassende Hilfestellungen Die Aufgabe dieses Projekts bestand darin, den Modell- kommunen konkrete Möglichkeiten zur (Re-)Aktivierung aufzuzeigen und ihnen eine Basis für Investitionsentschei- dungen zu liefern. Konkrete Hilfestellungen bekamen die Kommunen z. B. bei der Beurteilung der Wiederbelebbar- keit der Flächen, bei der Suche nach geeigneten Nutzungen sowie der Erstellung von Wirtschaftlichkeitsberechnungen und Nutzungskonzepten. Begleitet wurde der Prozess von Moderationen und Gesprächen mit Akteuren und Fach- behörden. »Raum+ AKTIV« gelang der Nachweis, dass trotz schwieriger Rahmenbedingungen viele innerörtliche Flächenpotenziale genutzt werden können. Auf diese Weise lassen sich die bisherige, einseitig fokussierte Siedlungs- entwicklung auf den Außenbereich eindämmen und der Flächenverbrauch reduzieren. >> Die Metropolregion Rhein-Neckar – ein Portrait > länderübergreifendes Gebiet in Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz > Oberzentren Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg sowie sieben Landkreise > Fläche: 5500 Quadratkilometer > Bevölkerung: 2,4 Millionen Einwohner > siebtgrößter Ballungsraum in Deutschland

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