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Nachhaltiges Flächenmanagement im Grünen Ring Leipzig

47 ZwischenZeitZentrale Bremen: Schlafende Häuser wecken 2009 nahm die Stadt Bremen die vielen brachliegenden Gebäude und Flächen in ihren Gewerbe- und Stadterneue- rungsgebieten zum Anlass dafür, Agenturleistungen zur För- derung von Zwischennutzungen auszuschreiben. Auf diesem Wege sollten leerstehende Häuser wiederbelebt, benachtei- ligte Stadtteile gefördert sowie junge Kreative und Start-ups unterstützt werden. Es war die Geburtsstunde der Zwischen- ZeitZentrale (ZZZ), einem Zusammenschluss des Autono- men Architektur Ateliers mit Geographin Sarah Oßwald und Michael Ziehl. Seit März 2010 ist die Initiative operativ tätig und bringt leerstehende Gebäude und Brachflächen mit Zwischennutzern und deren Ideen zusammen. Die Devise lautet: leerstehende Räume für befristete Nutzung zu vergünstigten Konditionen. Die ZZZ hat es sich zur Aufga- be gemacht, entsprechende Impulse zu setzen. Dazu gehören: • Aufspüren verwaister Flächen und Räume und deren Prüfung auf Eignung für Zwischennutzungen • Gewinnen privater Eigentümer für die temporäre Überlassung der Räume und Flächen • gemeinsame Entwicklung von Konzepten mit potenziellen Zwischennutzern • Begleitung der Projekte während der Umsetzung • Bündelung der Interessen der beteiligten Verwaltungsressorts • Hilfe beim Dialog zwischen Behörden und Zwischennutzern Über diese vermittelnden Aktivitäten hinaus initiiert die ZZZ auch eigene Projekte, setzt diese mit Partnern um und wirbt erfolgreich Drittmittel ein. Gewinn für alle Beteiligten Zwischennutzungen bieten vor allem kleinen Unternehmen, Initiativen und Vereinen ideale Bedingungen. Neben der Miete bringen sie ihre Arbeitskraft, Kreativität, kulturelle Fertigkeiten und soziale Netzwerke ein. Eine geringe Miete reduziert das finanzielle Risiko und erhöht die Bereitschaft, neue Nutzungsideen auszuprobieren. Nicht selten entstehen daraus langfristige, feste Mietverhältnisse. Auch die Eigen- tümer profitieren von der temporären Nutzung: Sie erzielen Einnahmen, ihre Immobilie wird gepflegt und erstrahlt in neuem Glanz. Ungenutzte Flächen hingegen verursachen unnötige Kosten, provozieren Vandalismus und haben eine negative Ausstrahlung. Durch Zwischennutzungen kann ein Quartier als Ganzes aufgewertet werden. Seit ihrem Start hat die ZZZ über 30 Zwischennutzungs- projekte initiiert, vermittelt und unterstützt. Bis heute übersteigt die Nachfrage nach Räumen das verfügbare An- gebot. Dem Team ist es gelungen, das Thema nicht nur in Bremen, sondern bundesweit bekannt zu machen – durch Konferenzen, mit der Veröffentlichung diverser Publikati- onen oder als Mitglied des »koopstadt«- Projekts. Mit ihrer Arbeit hat die ZZZ der fachlichen Debatte um Zwischen- nutzung und Stadtentwicklung wichtige Impulse verliehen. Dieser Erfolg zahlt sich aus: Während die Initiative von 2009 bis 2012 noch als Pilotprojekt der Nationalen Stadt- entwicklungspolitik des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung gefördert wurde, wird sie inzwischen von sechs städtischen Ressorts und Institutionen unterstützt. 2014 wurde die ZZZ zudem als ein »Ausge- zeichneter Ort im Land der Ideen 2013/14« prämiert. Weitere Informationen: www.zzz-bremen.de Lucie-Flechtmann-Platz in der Bremer Neustadt: Die Fläche wird im Moment als Gemeinschaftsgar- ten genutzt. Künftige Nutzungen werden diskutiert.

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