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Nachhaltiges Flächenmanagement im Grünen Ring Leipzig

best practice Kompensationsmaßnahme: Renaturierung der früheren Schweinezuchtanlage in Rötha Projektträger: Stadt Rötha Projektbeginn: Juli 2012 Finanzierung: ca. 734.000 Euro; davon 90 Prozent Förderung durch VwV-Stadtentwicklung 2007-2013 Standort: Straße des Aufbaus, Rötha Standortbeschreibung Das Grundstück umfasst eine Fläche von ca. sechs Hektar und befindet sich nordwestlich des Orts. Es wird im Süden und Os- ten von der Straße des Aufbaus, im Westen von der Pleiße und im Norden von der Neuen Gösel, einem Nebenfluss der Pleiße, begrenzt. Charakteristisch für das Gelände ist ein hoher Versiegelungsgrad. Frühere Nutzung Schweinezuchtanlage seit den 1950er-Jahren, 1990 Stilllegung, danach Übergang des Grundstücks in Privatbesitz und Nutzung einzelner Gebäude für Lagerzwecke sowie als Kohle- und Ölhandel, seit 2000 Brachfläche. Künftige Nutzung Laubmischwald mit standortgerechten Gehölzen, Offenbereichen und Feuchtsenkungen als Nord-Süd-Biotopverbund in der Pleißenaue. Umsetzung Mit der Förderzusage des Freistaates Sachsen fiel im Sommer 2012 der ersehnte Startschuss zur Revitalisierung der seit vielen Jahren brachliegenden Fläche. Die Stadt Rötha erwarb das Grundstück und ließ die zum Abbruch vorgesehenen Gebäude artenschutzfachlich prüfen. Hierbei nachgewiesene Fledermausquartiere und Vogelbrutstätten wurden daraufhin kompensiert, sodass der Rückbau der ruinösen Gebäude und die Entmüllung des Geländes im Dezember 2013 beendet werden konnten. Ein ca. 1300 Quadratmeter großes und bis zu 3,5 Meter hohes Güllebecken sowie sechs Durchfahrtsilos von 45 bis 80 Meter Länge werden nach Entsiegelung der befestigten Flächen zeitnah abgebrochen. Die Renaturierung der rückgebauten Flächen ist Teil der Kompensationsmaßnahmen für den Neubau der Bundesautobahn 72 bei Rötha (Bauabschnitte 5.1 und 5.2). Hürden Aufgrund des Privateigentums hatte die Stadt lange keine Handhabe über das Gelände, das zunehmend für illegale Müllab- lagerungen und Brandstiftungen missbraucht wurde. Während der Abrissarbeiten mussten große Mengen an Altlasten und Sondermüll, darunter Öle, Farben und Chemikalien, entsorgt werden. Die noch immer vorhandenen Durchfahrtsilos sind stark vermüllt; zum Teil lagern darin Blechfässer unbekannten Inhalts. Zeugnis des jahrelangen Brachliegens: Während der Abrissarbeiten mussten umfängliche Schutt- und Müllablagerungen beseitigt werden. „Von starkem Vandalismus und häufigen Brandstiftungen gingen große Gefahren für die Öffentlichkeit aus. Mit der Revitalisierung des Grundstücks wird nun ein grüner Übergang zur Pleißenaue entstehen.“ Ditmar Haym, Bürgermeister der Stadt Rötha

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