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Nachhaltiges Flächenmanagement im Grünen Ring Leipzig

35 >> Zug um Zug – Werkserweite- rung und Kompensation bei der Porsche AG Grundlage der Werkserweiterung der Porsche AG in Leipzig ist der B-Plan 383 »Industriege- biet östlich der Radefelder Allee« mit einer Ge- samtplanfläche von 96 Hektar. Ausbaustufe Eins: - Neubau eines Karosserierohbaus und einer Lackiererei - Anpassung/Erweiterung der Infrastruktur mit Verkehrsflächen und Parkplätzen - Bauzeit: September 2011 – Dezember 2013 - Flächeninanspruchnahme: ca. 48 Hektar Ausbaustufe Zwei: - Neubau eines zweiten Karosserierohbaus und Anpassung der Lackiererei - Anpassung/Erweiterung der Infrastruktur mit Verkehrsflächen und Parkplätzen - Bauzeit: März 2014 – Ende 2015 - Flächeninanspruchnahme: ca. 17 Hektar Beide Ausbaustufen nehmen eine Gesamtflä- che von ca. 65 Hektar in Anspruch. Davon wer- den ca. 33 Hektar für Bauten und Straßen neu versiegelt. Ca. 32 Hektar entfallen auf Neben- flächen und Eingrünungen mit Hochhecken, Bäumen und Sträuchern. Für die im Plange- biet noch verfügbare Fläche von ca. 31 Hektar sind derzeit keine weiteren Ausbaustufen vor- gesehen. Eingriffskompensation durch: - das seit 2002 bestehende Ökokonto der Porsche AG Leipzig - elf Kompensationsmaßnahmen in und um Leipzig Jahren zu einer gestiegenen Flächennachfrage geführt. Mit dem B-Plan 245 »Güterverkehrszentrum Süd III« sind daher 2012 die Voraussetzungen für eine weitere Vergrößerung des Standorts um ca. 16 Hektar geschaffen worden. Im Zuge der erteilten Baugenehmigungen wurden zwölf Hektar Boden für gewerbliche Bau- und Verkehrsflächen neu versiegelt. Bereits 2013 erfolgte die Fertigstellung des Plangebietes in der Nähe der Teststrecke der Porsche AG. Inzwischen haben sich Zulieferbetriebe für die Automobilindustrie, ein Logis- tik- und Verteilzentrum sowie ein Frischelager auf dem Areal niedergelassen. Wie auch die Porsche AG stand die LBBW GVZ Entwick- lungsgesellschaft Leipzig mbH vor der Situation, dass in den vom Eingriff betroffenen Ortsteilen Lindenthal und Lützschena-Stahmeln nicht genügend Entsiegelungsflächen zur Kompensation vorhanden waren. Obwohl ein Teil der etwa 1,3 Millionen erforderlichen Wertpunkte über das bestehende Ökokonto der LBBW GVZ Entwicklungsgesell- schaft Leipzig mbH erbracht werden konnte und Kom- pensationsmaßnamen unmittelbar neben dem Plangebiet umgesetzt wurden – z. B. eine Erstaufforstung in Lindenthal –, mussten zusätzliche Maßnahmen in weiterer Entfernung gefunden werden. Die Lösung brachte der Flächenpool IKOMAN. Dank der guten Zusammenarbeit mit dem GRL und dem verantwortlichen Planungsbüro konnten die fehlenden Kompensationsmaßnahmen passgenau zugeordnet werden. Am früheren Flugplatz Brandis-Waldpolenz werden zurzeit alte Militär- und Wohnunterkünfte abgebrochen, Betonwege entsiegelt und die Flächen für eine anschließende Aufforstung mit Traubeneichen und Hainbuchen vorbereitet. Das Besondere: Anders als die Porsche AG setzt die LBBW GVZ Entwicklungsgesellschaft Leipzig mbH die Maßnah- men eigenständig um. Zeitraum, Umfang und Abnahme der Arbeiten werden eng mit der Stadt Brandis abgestimmt. „Wegen der hohen Flächennachfrage mussten wir das Güterverkehrszentrum so schnell wie möglich erweitern. Es ist dem flexiblen Handling innerhalb des GRL zu verdanken, dass uns dies gelungen ist.“ Michael Beyer, Geschäftsführer der metaWERK Leipzig GmbH sowie langjähriger Prokurist und Projektleiter des GVZ Leipzig Wegen Flächenmangel in Leipzig: Die Porsche AG und die LBBW GVZ Entwicklungsgesellschaft Leipzig mbH können alte Soldatenunterkünfte bei Brandis abreißen und das Areal renaturieren.

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