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Nachhaltiges Flächenmanagement im Grünen Ring Leipzig

Werkausbau der Porsche AG: Kompensation mit Ökokonto und Flächenpool Als 2002 der erste Porsche im Leipziger Werk vom Band lief, ließ sich die Erfolgsgeschichte des Autobauers in der Messe- stadt allenfalls erahnen. Gestartet als kleines Montagewerk ist der Standort Leipzig seitdem umfangreich erweitert worden. Ab 2016 werden hier die Karosserien für zwei Fahrzeugmo- delle gefertigt und lackiert. Dass eine Baugenehmigung für diesen großflächigen Werkausbau erteilt wurde, ist besonders auf die schnelle und erfolgreiche Zuordnung der erforderli- chen Kompensationsmaßnahmen zurückzuführen. Sowohl das Ökokonto der Porsche AG Leipzig – übrigens eines der ersten für einen privaten Investor – als auch das inter- kommunale Kompensationsflächenmanagement des GRL spielten hierbei eine ausschlaggebende Rolle. „Ohne das Wissen der Stadt Leipzig und ihre zügige Suche nach passenden Kompensationsmaßnahmen hätte unser Werkausbau nicht so schnell geklappt. Die Zusammenarbeit war und ist konstruktiv und vorbildlich.“ Christoph Warth, Betrieblicher Umweltschutz Porsche AG Das Konto wurde von der Porsche AG anlässlich der An- siedlung in Leipzig eingerichtet und mit einem Guthaben von ca. 19 Millionen Wertpunkten eröffnet. Grundlage hierfür war ein Beweidungsprojekt auf dem ehemaligen Leipziger Exerzierplatz, das als Kompensationsmaßnahme für eine dort angelegte Teststrecke entwickelt wurde. Auer- ochsen und Wildpferde sorgen seitdem für eine optimale Pflege und Werterhaltung der Fläche von ca. 100 Hektar, die als als halboffene Weidelandschaft angelegte wurde. Elf Kompensationsmaßnahmen in und um Leipzig Infolge der beiden jüngsten Stufen des Werksausbaus ist ein Großteil des Kontoguthabens abgebucht worden. Dane- ben haben die Porsche AG und die Stadt Leipzig 2012 in einem städtebaulichen Vertrag elf Ausgleichs- und Ersatz- maßnahmen festgelegt, die als Kompensation für darüber 32 Brach- und Kompensationsflächenmanagement Ein Erfahrungsbericht hinausgehende Flächeneingriffe umgesetzt werden. Neben Entsiegelungs- und Aufforstungsmaßnahmen im Stadt- gebiet zählen dazu auch zwei interkommunale Projekte in den Kommunen Schkeuditz und Brandis, ohne die die Ansiedlungsvoraussetzungen nur schwer hätten erfüllt werden können. Unter anderem legt der städtebauliche Vertrag folgende Maßnahmen fest: • Schaffung von zwei Gehegen am Cospudener See für die Beweidung durch Waldbisons • Entsiegelung von Schotter- und Splittflächen sowie von Gleisanlagen auf der Fläche einer früheren Großmarkthalle • Abbruch und Entsiegelung alter Militärbrachen am ehemaligen Flugplatz Brandis-Waldpolenz, danach Aufforstung der Fläche mit Traubeneichen und Hainbuchen • Anlage von drei kleinen Teichen in Leipzig-Lindenthal • Aufforstung eines Schkeuditzer Flurstücks nach Abbruch und Entsiegelung der Fläche Bis auf das Projekt in Lindenthal wird die Mehrheit der Maßnahmen von der Stadt Leipzig durchgeführt. Hierfür trägt die Porsche AG die Kosten, die auch die Pflege und Verwaltung der jeweiligen Fläche umfassen. Während einige Maßnahmen bereits realisiert wurden, werden die Kompen- sationsmaßnahmen der zweiten Ausbaustufe des Werksge- ländes frühestens Ende 2015 fertiggestellt. Beide Vertrags- partner stimmen die Ausschreibung der Maßnahmen und deren Abnahme nach Umsetzung gemeinsam ab. Güterverkehrszentrum Leipzig: Kompensationsvielfalt an Sachsens größtem Logistikstandort Die Porsche AG hat sich in unmittelbarer Nachbarschaft von über 100 weiteren Unternehmen im Güterverkehrszentrum (GVZ) Leipzig nordwestlich der Stadt, am Kreuz der Bun- desautobahnen 9 und 14, angesiedelt. Von hier aus agieren Konzerne wie die Deutsche Post AG, die DHL Hub Leipzig GmbH und die Schenker Deutschland AG. Die positive Entwicklung des Industrie- und Logistikzentrums sowie der Werksausbau der Porsche AG haben in den vergangenen Exmoor-Wildpferde auf dem Areal der Porsche AG in Leipzig: Das Beweidungsprojekt ist Teil der Kompensationsmaßnahmen für den Werkausbau.

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