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Nachhaltiges Flächenmanagement im Grünen Ring Leipzig

33 Grünordnungsplan zum B-Plan 106.1: Über die notwendige Kompensation hinaus (rot markierte Fläche) wurden zusätzlich Bäume gepflanzt (Fläche M1). Innovativ – das Ökokonto für Andere Dass es neben kommunalen Ansätzen auch andere prakti- kable und gelungene Umsetzungsvarianten von Ökokonten gibt, zeigt die Revitalisierung des ehemaligen Freilade- bahnhofs nordöstlich des Leipziger Hauptbahnhofs. Im Zuge der Bebauung der lange Zeit brachliegenden Fläche sind hier vom Bauherrn, der Ten Brinke Gruppe, mehr Kompensationsmaßnahmen umgesetzt worden als nach der naturschutzrechtlichen Eingriffs-/Ausgleichsbilanzierung erforderlich waren. Konkret wurde eine Gesamtaufwertung in Höhe von 130 212 Wertpunkten nach dem Leipziger Bewertungsmodell erbracht. Die Maßnahme wurde von der Stadt Leipzig als Ökokontomaßnahme anerkannt und 2009 vom Bauherrn umgesetzt. Beispielhaft hierbei: Auf das Angebot der Ten Brinke Gruppe hin konnte die Kompensationsmaßnahme in den Kompensationsflächenpool IKOMAN des GRL aufgenom- men und inzwischen vollständig an fünf andere Eingriffs- verursacher vermittelt werden. Die Stadt Leipzig fungierte dabei als Schnittstelle, indem sie die Refinanzierung des Ökokontos erfolgreich koordinierte. „Die Aufnahme unserer zusätzlich erbrachten Kompensation in das IKOMAN war ein Erfolg für alle Beteiligten: für die Stadt, weil sie Investoren leichter bei der Suche nach Flächen unterstützen konnte, und auch für uns, weil wir so die Maßnahme schnell und reibungslos refinanzieren konnten.“ Albert ten Brinke, Geschäftsführer der Ten Brinke Gruppe Die innerhalb des Geltungsbereichs des Bebauungsplans fest- gesetzte Grünfläche unterteilt sich in drei Maßnahmeflächen (vgl. Karte): Die rot markierte zeigt die Fläche, auf der die Ausgleichsmaßnahmen für den Eingriff vor Ort umgesetzt wurden, M1 die Fläche, die anderen Investoren zugordnet wurde. Die Ausgleichsfläche M2 diente der Herstellung von Ersatzlebensräumen für besonders geschützte Tierarten. >> Gewerbegebiet »Freiladebahnhof Ost/Westseite« – Eingriff und Kompensation auf einer Fläche Standort: Brandenburger Straße, nordöstlich des Leipziger Hauptbahnhofs, Gesamtfläche 8,4 Hektar Projektdauer: 2008 – 2014 Frühere Nutzung: Freiladestation des Säch- sischen Güterbahnhofs, Molkereianlage mit zahlreichen Hallen (wurden zuletzt von Klein- gewerbebetrieben genutzt) Jetzige Nutzung: Heimwerkermarkt mit Gar- tencenter, zwei Bürogebäude (u. a. Servicecen- ter eines Telekommunikationsanbieters) Umsetzung: Abriss der alten Hallen und Boden- entsiegelungaufeinerFlächevoneinemHektar, Neubau des Heimwerkermarkts und der beiden Gebäude, Gehölz- und Baumanpflanzung, Ge- staltung der Kompensationsflächen Kompensationsfläche für mehrere Eingriffe: Baumanpflanzung auf einer Grünfläche ent- lang der Brandenburger Straße in Leipzig. in Höhe von 130212 Wertpunkten nach dem Leipziger

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