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Nachhaltiges Flächenmanagement im Grünen Ring Leipzig

Grenzenlos: der agra-Park in Leipzig und Markkleeberg Landschaftsgarten nach englischem Vorbild, Ausstellungsge- lände der »AGRA«-Messen, Freizeittreff und Frischluftoase – in seiner nunmehr 125-jährigen Geschichte hat der agra-Park in Leipzig und Markkleeberg vielfältige Weisen der Nutzung erlebt. Auf über 190 Hektar bietet der Park heute ganz unter- schiedliche landschaftliche und kulturhistorische Eindrücke: Ineinander übergehend bilden der historische Herfurthsche Landschaftspark, das Dölitzer Holz und die grünen Festplät- ze ein eindrucksvolles Gesamtensemble. Der Bedeutungsver- lust als Messegelände nach 1990 und die sukzessive Entwick- lung zum beliebten Naherholungs- und Ausflugsziel waren die Grundlage für umfassende Umgestaltungen des Parks in den letzten 20 Jahren. 1996 zum Schlüsselprojekt des GRL erklärt, wurden seither zahlreiche Grünbereiche entwickelt und Anlagen entsiegelt, um beeinträchtigte Biotope zu revita- lisieren und die Erholungseignung des Parks zu verbessern. Renaturierungen als Basis des ersten Ökokontos der Stadt Leipzig Zwischen 1997 und 2009 haben die beiden Städte Leipzig und Markkleeberg gemeinsam über 30 Maßnahmen auf dem Gebiet des agra-Parks umgesetzt und insgesamt 12,6 Hektar revitalisiert – insbesondere durch den Abbruch alter Messehallen und -pavillons, in Form von Bodenentsiegelun- gen und Renaturierungen. Auf diese Weise entstand neuer Raum für Grünflächen und Nachnutzungen in Form von Radwanderwegen, Spiel- und Parkplätzen. Das Besondere dabei: Zusammen mit einer Gewässerrenaturierung bildeten sechs der Renaturierungsmaßnahmen den Grundstock für das erste Ökokonto der Stadt Leipzig. Möglich wurde dies durch Novellierungen des BauGB und des BNatSchG 1998, wonach Kompensationsmaßnahmen räumlich und zeitlich vom Eingriff entkoppelt werden können. Gezielt wurden auf diese Weise seitdem 13 Kompensationsmaßnahmen auf zwei Hektar der Parkfläche umgesetzt. Dem Ökokonto Spielen, Toben und Klettern im agra-Kinderreich: Wo früher Messehallen standen, befindet sich heute ein Natur-Erlebnis-Raum für Kinder. >> Kompensation im Vorgriff – das Ökokonto der Stadt Leipzig am Beispiel des agra-Parks > Abbruch von 28 Gebäuden > Maßnahmenumgriff: 3,98 Hektar > Rückbau von Wegen im Umfang von 3500 Quadratmetern > Aufforstung einer 1,63 Hektar großen Fläche > Kosten: 339.871 Euro > Aufwertung insgesamt: 830 902 Wertpunkte nach dem Leipziger Bewertungsmodell > anteilige Zuordnung Ökokonto 1: 357 288 Wertpunkte Auf dem Gebiet der Stadt Markkleeberg wurden sieben Maßnahmen umgesetzt. Diese wurden allerdings nicht in ein Ökokonto eingestellt. zugeordnet wurde dabei stets der durch die Stadt Leipzig fi- nanzierte Anteil in Wertpunkten. Vorteil dieses Prozederes für Eingriffsverursacher auf anderen Flächen: Mit den vorab im agra-Park umgesetzten Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen ist eine punktgenaue und einfache Refinanzierung des Eingriffs möglich. Die tatsächlichen Kosten liegen bereits vor. Hinzu kommt eine optimale Zuordnung von Maßnahmen, da der Durchschnittswert des Ökokontos sowohl kostengünstige als auch -intensive Renaturierungen enthält. Ambitionierte Pläne für die Zukunft Als „grünes“ Bindeglied zwischen dem Leipziger Auwald und der Seenlandschaft im Südraum ist der agra-Park mittlerweile wichtiger Teil des Landschaftsumbaus im Leipziger Neuseen- land. Projekte wie die denkmalgerechte Rekonstruktion von Parkflächen und die Herstellung der historischen Sichtbezie- hungen durch die Neuordnung der Bundesstraße B2/B95 zählen zu den aktuellen, anspruchsvollen Aufgaben. Umsetzungsbeispiele > Aufwertung insgesamt: 830902 Wertpunkte 357288 Wertpunkte

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