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Nachhaltiges Flächenmanagement im Grünen Ring Leipzig

Flächenmanagement und Raumordnung Regionalplanung: Brach- und Kompensationsflächen Eine übergeordnete Planung ist die Grundvoraussetzung dafür, dass der Lebens- und Wirtschaftsraum einer Region ausgewogen gestaltet werden kann. Träger der Planung für das Gebiet des GRL ist der Regionale Planungsverband Leipzig-Westsachsen. Dessen Regionalplanung hat die Auf- gabe, einen verbindlichen Rahmen zur räumlichen Ordnung und Entwicklung der Region in und um Leipzig zu schaffen, in dem die unterschiedlichen wirtschaftlichen und sozialen Ansprüche an den Raum mit seinen ökologischen Funk- tionen in Einklang gebracht werden. Dazu werden im sog. Regionalplan die Ziele und Grundsätze für eine harmonische Siedlungs-, Freiraum- und Infrastrukturentwicklung formu- liert. Neben Aussagen zum sparsamen Umgang mit Böden sind hier u. a. Festlegungen zum Thema Kompensation verankert: So sollen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für großräumi- ge Projekte wie den Bau der Bundesautobahnen 38 und 72 so vernetzt und konzentriert werden, dass sie zur Umsetzung wichtiger Landschaftsziele – z. B. dem Verbund großräumi- ger Grünzonen – beitragen. Hierbei ist der funktionale Bezug zum Eingriff zu wahren. Brachflächen werden im Regional- plan vorwiegend erwähnt, wenn es um die Siedlungsentwick- lung und gewerbliche Wirtschaft geht. Sofern die Flächen geeignet sind, sollen sie für Wohn-, Gewerbe- und indus- trielle Zwecke wiederhergerichtet werden. Der Neuversiege- lung wertvoller Böden wird so aktiv entgegengewirkt. Brachflächen als Klimakomfortinseln Geeignete Brachflächen im Siedlungsbestand, die keinem der genannten Zwecke zugeführt werden können, sollen nach Möglichkeit zu kleinklimatischen Kompensations- und Erho- lungsflächen umgenutzt werden. Neu ist der Ansatz der so- genannten Klimakomfortinseln: Die große Zahl an Brachflä- chen in Leipzig ermöglicht es, dauerhafte Grünflächen, Parks, urbane Wälder und Sukzessionsflächen anzulegen. So werden Ausgleichsräume vor allem für ältere und gegen Hitzestress anfälligere Menschen geschaffen. Nach sächsischen Klima- projektionen ist insbesondere im Tiefland mit einer starken Zunahme von Hitzetagen mit Tagestemperaturen von über 30 °C zu rechnen. Diese Zahl wird sich im Raum Leipzig mit seinem hohen Versiegelungsgrad bis Mitte des 21. Jahrhun- 28 >> Gebiete mit hoher Verwundbar- keit gegenüber Hitzebelastungen als Kulisse für die Entwicklung von Klimakomfortinseln (Quelle: Reg. Planungsverband Leipzig-Westsachsen, KlimaMORO 1) >> Schwerpunkträume für raumbedeutsame Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen (Quelle: Regionalplan Westsachsen 2008, Ziel 4.1.5) Nachhaltiges Flächenmanagement Ein Erfahrungsbericht

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