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Nachhaltiges Flächenmanagement im Grünen Ring Leipzig

18 Kompensations- und Brachflächenmanagement Ein Erfahrungsbericht Flächenmanagement in Bits und Bytes Präzise erfasste Flächeninformationen sind unentbehrlich für eine effektive und solide Entwicklung von Kompensa- tions- und Brachflächen. Nur mit aktuellen und vergleich- baren Daten ist es den Kommunen des GRL möglich, dem gestiegenen Abstimmungsbedarf – z. B. bei gemein- deübergreifenden Vorhaben wie dem Bau des Autobahn- ringes um Leipzig – nachzukommen und somit den gesamten Naturraum einzubeziehen. Mit Unterstützung der Förderrichtlinie »Regionalentwicklung« (FR-Regio) sind in den vergangenen Jahren zwei Instrumente entwi- ckelt worden, die das Flächenmanagement der Städte und Gemeinden im GRL erheblich vereinfachen: IKOMAN und IKOBRA. Kompensationsflächenpool IKOMAN Seit 2007 steht den Kommunen der webbasierte Flächen- pool IKOMAN zur Verfügung. Dieser erlaubt es ihnen, ihre Kompensationsflächen besser zu verwalten und auf dem Territorium einer anderen Gemeinde nach geeigneten Maßnahmen zu recherchieren. Die Datenbank wird ständig von den Mitgliedskommunen gepflegt und erweitert. IKO- MAN bietet den Kommunen folgende Funktionen: • Verwaltung von Informationen zur Umsetzung von Kompensationsmaßnahmen • Ablage von Fotografien und elektronischen Dokumenten • Eintrag statistischer Daten • Markierung und Georeferenzierung der Flächen je nach Arbeitsstand >> IKOMAN: Kompensationsflächen gemeindeübergreifend im Blick • verfügbar für alle Kommunen des GRL • Zugriff mit Passwort: www.ikoman-grl.de • Datenquellen der Kommunen sind: - Landschafts- und Flächennutzungspläne - Brachflächenkataster - Regionales Handlungskonzept des GRL - Vorort-Begehungen - Vorschläge (Eigentümer, ehemalige Nutzer, Ortschafts- u. Stadtbezirksbeiräte) Beräumt, entsiegelt und als Kompensationsmaß- name begrünt: ehemalige Gartenanlage westlich der Maximilianallee in Leipzig-Eutritzsch. Eine Investition, die sich lohnt Anke Leske, Leiterin Sachgebiet Liegenschaften, Stadt Markkleeberg Frau Leske, Sie waren maßgeb- lich am Aufbau von IKOMAN beteiligt. Welche Vorteile bietet die Datenbank den Städten und Gemeinden im GRL? Als Arbeitsmittel für die inter- kommunale Zusammenarbeit ist IKOMAN unschlagbar – sei es für kleine Gemeinden, die nur selten über eigene Flächenpools ver- fügen, aber mit anderen Kommunen in Kontakt treten wollen, oder für große Städte wie Leipzig, die aufgrund ihrer Komple- xität darauf angewiesen sind, ihr Flächenwissen möglichst breit unter den involvierten Ämtern zu streuen. Hier bietet IKOMAN entscheidende Vorzüge: Die Datenbank kann problemlos mit anderen Anwendungen wie IKOBRA verknüpft werden. Per Knopfdruck lassen sich geeignete Kompensationsflächen sofort anzeigen. Da muss ich noch nicht mal wissen, wo die liegen. Datenschutz, technische Schwierigkeiten und mangelndes Personal sind Gründe, die einige Kommunen im GRL für das bisherige Nichtnutzen von IKOMAN vortragen. Was können Sie ihnen empfehlen? Diese Einwände lasse ich nicht gelten. Klar ist, dass das Einfüh- ren eines solchen Systems zunächst mit Aufwand verbunden ist. Wer diesen aber nicht scheut, wird schnell die Erleichterungen spüren, die IKOMAN der täglichen Arbeit im Kompensations- flächenmanagement bietet. Ich kann nur jeder Mitgliedskom- mune empfehlen, den Pool im Sinne des GRL zu nutzen. Nur wenn von allen aktuelle Daten vorliegen, können die Eingriffe in unsere Natur und Landschaft optimal überwunden werden.

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