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Nachhaltiges Flächenmanagement im Grünen Ring Leipzig

11 Nachhaltiges Flächenmanagement Durch die Erschließung neuer Siedlungs- und Verkehrsflä- chen liegt die tägliche Neuversiegelung im Bundesgebiet aktuell bei mehr als 100 Hektar pro Tag. Das Nachhaltig- keitsziel der Bundesregierung ist es, den Verbrauch bislang unbefestigter Flächen bis zum Jahr 2020 bundesweit auf 30 Hektar täglich zu reduzieren. Für Sachsen entspricht das einem Wert von weniger als zwei Hektar pro Tag. Das Flä- chenmanagement im GRL unterstützt dieses Ziel. Es sieht vor, Brachflächen verstärkt zu entsiegeln und zu begrünen sowie Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen dorthin zu lenken, wo sie naturräumlich sinnvoll sind und der Umsetzung der Ziele des GRL dienen – unabhängig von kommunalen Grenzen. Auf diese Weise können der Flächenentzug an an- deren Stellen vermieden, nicht mehr notwendige, befestigte Flächen renaturiert und die Lebensqualität vor Ort verbes- sert werden. Brachflächenmanagement Das Brachflächenmanagement im GRL zielt darauf ab, brachliegende Flächen durch Rückbau, Entsiegelung oder Sanierung zu revitalisieren und in den Nutzungszyklus zu reintegrieren. Dabei kommt jede Form der Nachnutzung in Betracht – ob Rückführung in den Ökosystem-Kreislauf oder Umnutzung zu Wohn- und Gewerbequartieren. Wichtig dabei ist: Die künftige Nutzung der Fläche richtet sich nach deren Standort; sie berücksichtigt deren Defizite und Potenziale, aber auch die Vorgaben der räumlichen Pla- nung. Das Revitalisieren von Brachen kann also sehr vielfältig sein. Folgende Varianten sind u. a. möglich: • freiraumbezogene Nachnutzungen - Anlage und Erweiterung von Grünflächen im Siedlungsbestand (z. B. Stadtteilparks) - Ausbau von Freiflächen zur Vernetzung von Biotopen und zum Artenschutz - Anlage und Erweiterung von Landwirtschaftsflächen - Aufforstung zu Waldflächen - temporäre Nutzung (Urban Gardening, Carsharing-Plätze) • bauliche Nachnutzungen - für Gewerbe- und Industriezwecke - für den Wohnungsneubau - zur Freizeitgestaltung - für soziale Einrichtungen, z. B. Kitas Damit eine Fläche erfolgreich revitalisiert werden kann, bedarf es verschiedener Handlungsinstrumente. Die Kommunen des GRL haben sich vor diesem Hintergrund auf eine Reihe von gemeindeübergreifenden Aufgaben verständigt: Die wesentli- che Aufgabe ist das einheitliche Erfassen und digitale Bündeln aller relevanten Daten zu den vorhandenen Brachen. Die In- formationen können so verglichen und Fördermittel einfacher beantragt werden. Zudem werden notwendige Informations- transfers zwischen den eingebundenen Akteuren erleichtert. Auch Beratungen und das Beantworten von Anfragen sind möglich. So werden beispielsweise private Initiativen und Investoren bei der Suche nach Potenzialstandorten unterstützt und Kontakte zu Flächeneigentümern hergestellt. Weitere wichtige Aufgaben sind die Umsetzung von (Grün-)Konzepten und Strategien zur Wiederbelebung der Brachflächen sowie die gemeinschaftliche Akquisition von Fördermitteln. Von der früheren Theodor-Körner-Kaserne zur hochwertigen Wohnanlage: Parkvilla im Quartier Siebengrün in Leipzig-Gohlis. Wenn Bahngleise Grünflächen und Radwegen weichen: Der frühere Eilenburger Bahnhof wurde zum Lene-Voigt-Park umgestaltet.

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